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5. Herren feiert Meisterschaft

6.Herren

Nach zuletzt zwei Saisons mit eher mäßigem Erfolg in der 2. Kreisliga, wurde vor dieser Spielrunde auf den Abstieg in die 3. Kreisliga bestanden. Es sollten mal wieder Erfolgserlebnisse her und im Idealfall wollten wir uns sportlich für die neue alte Liga qualifizieren.

Frühzeitig war klar, dass Matthias Hamm aus zeitlichen Gründen nicht länger zur Verfügung stehen würde und dann gab Siegfried Riedel quasi sein Karriereende bekannt was den Punktspielbetrieb angeht. Allerdings haben wir nicht schlecht gestaunt, als dann zur Rückrunde sein Comeback in der 1. Herren auf dem Papier stand…

Es musste also frisches Blut her und so kam ich (Simon Schoch) als einzige Verstärkung neu in die Mannschaft. Und was soll ich sagen, natürlich kannte ich die meisten schon vom Training. Aber erst als die Saison begann, habe ich gemerkt in was für eine top organisierte und eingeschworene Truppe ich hier übergangslos integriert wurde. Teilweise spielen dieselben Spieler schon seit Jahrzehnten gemeinsam und in Jürgen Mäding gibt es einen Spielführer, der sich über die gesamte Saison ausnahmslos tadellos um alles gekümmert hat. Hut ab Jürgen, besser geht es nicht!

Das erste Spiel wurde direkt gewonnen. Ein fast vergessenes, schönes Gefühl. Unser Selbstbewusstsein steigerte sich mit jedem Sieg. In den Spielen, wo die Anfangsdoppel mal nicht zu unseren Gunsten ausgingen, legten wir wahre Siegesserien in den Einzeln hin und in den ganz knappen Auflagen gewannen wir stets das Entscheidungsdoppel. Unter anderem zwangen uns unsere Mitstreiter aus der 6. Herren nicht nur in die Verlängerung, sondern Wolfgang Lüdtke blieb in 43 Matches der einzige Spieler, der mich in dieser Saison im Einzel bezwingen konnte – dazu gratuliere ich gerne 🙂

Gegen unsere stärksten Konkurrenten aus West-Eimsbüttel mussten wir nach hitzigen Duellen und anschließendem Protest ein Spiel gegen uns werten lassen und nahmen so unseren einzigen Punktverlust in der Hinrunde schmerzlich in Kauf. Positiver Nebeneffekt ist, dass Günther Gehse ab sofort und regelmäßig von all seinen Mannschaftskameraden freundlich darauf aufmerksam gemacht wird wo genau sich sein eigener Schläger befindet…

Aber diesen kleinen Fauxpas bügelte Günther gegen den bockstarken, zweiten Mitaufsteiger aus St.Pauli wieder aus. Im Match seines Lebens (ok, soo lange kenne ich ihn ja noch gar nicht) schlug er die Verstärkung aus deren unterer Mannschaft und bestand auch im Entscheidungsdoppel.

Michael Promnitz gab alles und kämpfte sich nach seiner Knieverletzung wieder an die Mannschaft heran. Marco Lassen konnte seine tolle Frühform zum Beginn der Rückrunde trotz viel Training fast halten. Andreas Gehse, unser Versorgungsoffizier, hat im Gegensatz dazu trotz Trainingsmangel stark gepunktet und am Ende der Saison das Familieninterne Duell für sich entschieden. Auf Max Brettschneider und Markus Knuth war auch immer Verlass, wenn sie gebraucht wurden. Max hat einen seiner Gegner sogar zum Sockentanz gefordert und bezwungen.

Da fehlt nur noch unsere Nummer 2 Markus Purschke, der lobenswert erwähnt werden muss, hat er doch in beiden halbserien deutlich positiv abgeschnitten. Einzig an seinem Trainingsanzug, könnte noch gearbeitet werden, sollte es nächste Saison wieder gegen St.Pauli gehen und Verwirrungen oder gar Abwerbungsversuche vermieden werden. Naja, solange er nicht im Aufzug von West-Eimsbüttel herumläuft, sei es ihm verziehen 😉

So hat wirklich jeder Spieler seinen Beitrag zum Titel geleistet, niemand ist negativ herausgestochen und eben diese Homogenität hat sich über die lange Saison bezahlt gemacht. Trotz Urlauben, Krankheiten und Verletzungen waren wir nur einmal auf Ersatz aus einer anderen Mannschaft angewiesen. Danke nochmal an Heino Blank an dieser Stelle.

Der Wermuthstropfen kam zum Abschluss der Siason, als wir in Eimsbüttel mit 9:7 unterlegen waren. Die einzige Niederlage der Saison. Das einzige verlorene Doppel für Jürgen und mich. Die Luft war nach dem Hinspiel immer noch dick und es gab wieder reichlich Diskussionen. Egal, wir hatten den Aufstieg und die Meisterschaft längst sicher und sind stolz, dass wir ein sportlich positives Zeichen für die Tischtennisabteilung des NTSV setzen konnten.

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